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Patienteninformationen und Hinweise zu MRT-Untersuchungen

 

Was ist Magnetresonanztomographie?

 

Magnetresonanztomographie (MRT), auch als Kernspintomographie bezeichnet, ist eine der neuesten diagnostischen Methoden, die hochauflösende Bilder des menschlichen Körpers ohne Anwendung von Röntgenstrahlen liefert. Zur Erzeugung der Bilder verwendet man einen starken Magneten, eine Antenne zum Senden und Empfangen von Radiowellen und einen Computer.

 

Die Kerne der fast überall im menschlichen Körper zahlreich vorhandenen Wasserstoffatome reagieren auf ein starkes Magnetfeld ähnlich einer Kompaßnadel – sie richten sich entlang der Feldlinien aus. Mit Hilfe von Radiowellen werden die Atomkerne nun aus der Richtung gelenkt, wobei sie kleinste Energiemengen aufnehmen können. Beim Abstellen der Radiowellen richten sich die Atomkerne wieder aus und geben die aufgenommene Energie ab. Diese Energieabgabe wird mit einem Hochleistungs-Computer zu sehr detailgenauen Schnittbildern der untersuchten Körperzone zusammengesetzt.

 


Sicherheitshinweise

 

Die Untersuchung ist, bei Beachtung der Sicherheitsbestimmungen, für den Patienten völlig ungefährlich. Seit 1982 wurden weltweit Millionen MR-Untersuchungen ohne nachteilige Neben- oder Nachwirkungen durchgeführt.

 

Bestimmte Metallteile im Körper können Beschwerden oder Verletzungen verursachen, wenn sie in das Magnetfeld geraten und sind deshalb ein Ausschlußgrund für MR-Untersuchungen. Falls Sie Träger eines Herzschrittmachers oder Herzdefibrillators sind,  so teilen sie uns dies bitte unbedingt vor Beginn der Untersuchung mit.

 

Metallobjekte ergeben oft helle oder leere Stellen im Bild. Entfernen Sie bitte deshalb vor der Untersuchung Hörhilfen, Brille, Uhr, Schmuck und Zahnspangen oder –prothesen.

 

Bitte informieren Sie uns auch über das mögliche Bestehen einer Schwangerschaft. Ebenso darüber ob Sie Kosmetika oder Tätowierungen tragen – sie enthalten zum Teil metallische Farbpartikel, die die Untersuchung beeinträchtigen können.

 

Wie verläuft eine MRT-Untersuchung?

 

Wenn Sie zur Untersuchung aufgerufen werden, entkleiden Sie sich bitte in der Kabine nach den Anweisungen der Assistentin. Wegen des starken Magnetfeldes ist es besonders wichtig, alle metallischen Gegenstände und alle Datenträger (wie z.B. Scheck-, Kreditkarten usw.) in der Kabine zurückzulassen. Nach der bequemen Positionierung auf einer Liege werden Sie in die Öffnung des Magneten gefahren. Auch wenn das Bedienungspersonal den Magnetraum verlassen hat, sind Sie mit ihm über eine Kamera, eine Gegensprechanlage und eine Notfallglocke in direktem Kontakt.

 

Während der Messung hören Sie ein unterschiedliches, zum Teil lautes und schnelles Klopfen. Bitte teilen Sie uns vor Untersuchungsbeginn mit, ob Sie während der Untersuchung Hörschutzmittel tragen möchten. Die einzelnen Meßzeiten liegen zwischen wenigen Sekunden und 10 Minuten, die gesamte Untersuchung dauert ca. 20 Minuten. In dieser Zeit werden mehrere Dutzend Bilder aufgenommen, die wertvolle diagnostische Hilfe bieten und Gewebsentnahmen oder Operationen ersparen können.

 

Wenn Sie unter Platzangst leiden oder Unbehagen in engen Räumen empfinden, teilen Sie dies bitte der Assistentin oder dem Arzt mit. Durch entsprechende Lagerung (z.B. Kopf am Magnetende) oder mit medikamentöser Unterstützung kann die Untersuchung in jedem Fall angstfrei für Sie durchgeführt werden.

 

Um die Aussagekraft der Untersuchung zu erhöhen,werden wir eventuell ein sehr gut verträgliches Kontrastmittel über eine Vene spritzen. Nebenwirkungen dieses Kontrastmittels sind extrem selten beobachtet worden.